Materialschädling

Marder

Martes foina

Marder im Dachboden oder Schäden am Fahrzeug? Der Steinmarder ist in Städten immer häufiger. Er ist geschützt – Vertreiben statt Töten ist das Gebot. Wir kennen die rechtssicheren Methoden.

Kategorie
Materialschädling
Aufwand
Gering bis mittel
Service
Nagetierbekämpfung

Was sind Marder?

Der Steinmarder (Martes foina) hat sich als Kulturfolger in deutschen Städten und Vororten stark ausgebreitet. Er ist nacht- und dämmerungsaktiv, überaus klettergewandt und territorial. Besonders bekannt ist er für die Besiedelung von Dachböden und Fahrzeugmotorräumen. Marder kehren immer wieder an denselben Ort zurück – auch nach längerer Abwesenheit. Das macht eine dauerhafte Vergrämung ohne fachkundige Maßnahmen schwierig.

Welche Gefahren gehen von Marder aus?

Kabelschäden im Fahrzeug – kostspielig

Marder nagen bevorzugt an gummierten Bauteilen im Motorraum: Kühlwasserschläuche, Bremsleitungen, Kabelstränge und Wellendichtungen. Typische Reparaturkosten liegen zwischen 500 und 5.000 Euro. Besonders tückisch: Marder besuchen oft mehrere Fahrzeuge in der Umgebung.

Schäden auf dem Dachboden

Auf Dachböden zerstören Marder Mineralwolleisolierung (als Nestmaterial), verunreinigen Holz und Dämmung durch Urin und Kot und hinterlassen Essensreste (Kadaver, Früchte). Feuchtigkeitsschäden durch beschädigte Dampfbremsen sind möglich.

Lärm & Geruch – besonders nachts

Marder sind laut: Stampfen, Rollgeräusche und Kämpfe (Marder sind territorial) stören besonders in der Nacht. Im Sommer kann der Geruch von Urin und Kadavern erheblich werden.

Gesetzliche Lage: Marder stehen unter Schutz

Marder sind nach dem Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) und dem Bundesjagdgesetz geschützt. Das Töten ohne Jagdberechtigung und Fangschein ist verboten. Lebendfang ist möglich, erfordert aber sofortiges tierschutzkonformes Umsetzen in geeigneten Lebensraum. Wir koordinieren alle Maßnahmen rechtssicher.

  • Aktive Vergrämung (Ultraschall, Geruchsmittel, Lichtreize)
  • Elektrische Kontaktmatten an Zutrittspunkten
  • Lebendfallenstellung mit Genehmigung & sofortigem Umsetzen
  • Bauliche Absicherung von Eintrittspunkten

So gehen wir vor

Mardervergrämung ist ein Zusammenspiel aus aktiver Vergrämung und baulicher Absicherung. Allein ein Geruchsmittel reicht meist nicht dauerhaft.

1

Inspektion der Eintrittspunkte am Gebäude und am Fahrzeugabstellplatz

2

Einsatz von Ultraschallabschreckern und Geruchsrepellentien

3

Elektrische Kontaktmatten an Eintrittspunkten (harmlose Abschreckung)

4

Lebendfallenstellung bei starkem Befall (inkl. Koordination des Umsetzens)

5

Dauerhafte bauliche Sicherung von Zugangspunkten am Dachboden

Vorbeugung – was können Sie selbst tun?

  • Marder-Schutzsysteme für Fahrzeuge nachrüsten (elektrischer Hochspannungsschutz am Boden)
  • Dachbodenluken, Lüftungsöffnungen und Dachanschlüsse mit engmaschigem Drahtgitter sichern
  • Keine offenen Futterquellen in Garten oder Hof (Katzennapf, Kompost)
  • Holzstapel und Gerümpel vom Gebäude fernhalten

Marder-Problem? Wir helfen sofort.

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